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Wie alles begann...
1993
Nach einer überaus närrischen Singstunde der Concordia 1842 Eichen trafen sich einige der Akteure bei Rita und Thomas Maxheim im Wohnzimmer und schauten sich das Video an. Danach beschloss man kurzerhand: "Wir machen einen Karnevalverein auf!" In einem zweiten Moment besann man sich darauf, dass das Jahr nicht nur die fünfte sondern noch vier andere Jahreszeiten hat. So kam die Kultur in den Vereinsnamen. Gesagt, getan: am 27.2.1993 gründeten folgende Personen den KCV: Werner und Thea Dörr, Thomas und Rita Maxheim, Gerhard und Petra Wiesner, Lothar und Inge Kramig, Sigi und Winni Weigand und Bodo und Renate Klöppel. Nun musste noch ein Name her. Der Begriff „Aascher Schnooke" war naheliegend, da die Bewohner von Eichen jahrelang unter dieser Plage gelitten hatten. In der ersten Vorstandssitzung am 8. März 1993 wurde eine Satzung entworfen und dem Amtsgericht Hanau zwecks Eintragung ins Vereinsregister eingereicht. Auch mussten die Vereinsfarben festgelegt werden. Dabei kam es nun zu ausgiebigen Diskussionen. Nachdem fast alle Farben einmal genannt und es auch immer später wurde, schaute Werner Dörr auf sein Zigarettenpäckchen (Marlboro Menthol) und sagte: „Ich denke, wir nehmen Grün/Weiß. Das sieht doch gut aus." Und so kamen wir zu unseren Vereinsfarben. In unserer ersten Mitgliederversammlung am 9. Juli 1993 konnten wir schon das 50. Mitglied (Erika Kraupatz) begrüßen. An diesem Abend wurde auch der Vorstand ergänzt und Jochen Meinhardt zu unserem 1. Sitzungspräsidenten gewählt. Nun ging es verstärkt daran, Mädchen, Frauen und auch Männer für die Tanzgruppen zu motivieren. Dies hatten wir uns viel schwerer vorgestellt, aber schon nach kurzer Zeit hatten wir 5 Tanzgruppen und bei allen fungierte Thea Dörr als Trainerin. Im Saalbau Schmid wurden die ersten Tanzschritte geübt, geprobt und wieder geübt, bis zum Umfallen. Nun hatten wir zwar schon eine ordentliche Anzahl von Mitgliedern, Tänzer und Tänzerinnen, aber kaum Geld in der Kasse. Um dem abzuhelfen, beschloss der Vorstand unter dem 1. Vorsitzenden Werner Dörr: „Wir veranstalten ein Grillfest an der alten Kläranlage“. Wir haben damit bewiesen, dass wir Feste mit Schwung und Erfolg feiern und organisieren konnten. Sogar Petrus hatte ein Einsehen und ließ die Sonne ohne Ende scheinen. Von dem nun erwirtschafteten Geld wurde Stoff gekauft, um die Garde, die Showtanzgruppen und das Männerballett einzukleiden. Dies übernahmen ehrenamtliche Schneiderinnen und auch die Eltern der Tanzmädchen halfen beim Paillettenaufnähen fleißig mit. Wir waren auf die Mithilfe Aller angewiesen. Dabei kam auch manch verborgenes Talent zum Vorschein. So entwarf und nähte z.B. Angelika Schmid unsere ersten Narrenkappen. Unseren ersten offiziellen Auftritt in Kostüm und Kappe hatten wir am 11.11.1993, als wir mit den Windecker Schlüsselrapplern das Rathaus stürmten. Beim Kartenvorverkauf für unsere Prunksitzung kamen wir aus dem Staunen nicht mehr heraus, denn bereits nach 1 Stunde waren keine Karten mehr zu haben und so mancher Eicher hoffte dann auf das nächste Jahr. Ab Anfang Februar 1994 waren wir jeden Abend im Saal und dekorierten. Was wir heute in 2-3 Tagen erledigen, dauerte damals fast 10 Tage.
1994
Dann war es endlich soweit: Faschingssamstag, der 12. Februar 1994. Unsere allererste Sitzung! Pünktlich um 20 Uhr 11 marschierte der Elferrat, bestehend aus Mitgliedern der Eicher Ortsvereine und dem Sitzungspräsidenten mit großem Helau und Tamtam in den vollbesetzten Saal ein. Wer erinnert sich noch? Mit klopfendem Herzen und zitternden Beinen traten die Mädchen und Jungen, die Frauen und Männer zur Uraufführung ihrer Tänze und Vorträge an. Die so eifrig eingeübten Schritte waren vor lauter Aufregung fast vergessen, aber schön war’s doch und zum Weitermachen hat’s inspiriert. Die Dekoration der Bühne war etwas spartanisch. Aber eine Bütt hatte man schon, die hatte uns freundlicherweise die SPD-Eichen zur Verfügung gestellt. Zwischen den Tänzen wurden die Büttenreden vorgetragen, wobei nicht unerwähnt bleiben darf, dass uns da das Glück mächtig zur Seite stand. Denn einige Mitwirkende der ersten Stunde stehen heute noch in der Bütt und haben sich zu Originalen gemausert. Nachdem die erste öffentliche Sitzung glücklich überstanden und vom Publikum begeistert aufgenommen wurde, war es hieb und stichfest: wir machen weiter! Die Vorbereitungen für die nächste Kampagne liefen an.
1995
Ein Prinzenpaar brauchen wir! Das Geheimnis, das ganz Eichen ein paar Wochen beschäftigte, wurde dann an der Eröffnung 1994/95 gelüftet. Es waren Prinzessin Anja Heinzmann und Prinz Daniel Habermann. 1995 gab es dann bereits 2 Sitzungen, die alle beide ausverkauft waren. Wieder verstanden wir es, unser Publikum zu begeistern. Um unsere Sitzungen im sprachlichen Bereich noch zu verbessern, nahmen einige von uns Kontakt zu dem Sitzungspräsidenten des Hessischen Rundfunks Karl Oertl auf und besuchten einmal die Woche abends die Moderatoren- und Büttenrednerschule in Frankfurt. Dies war eine echte Bereicherung, denn man lernte viel und knüpfte etliche neue Kontakte zu anderen Karnevalsvereinen mit denen man sich austauschen konnte. Es entwickelten sich auch schöne Freundschaften, die bis heute andauern. Auch im Vorstand tat sich viel. So legte Werner Dörr sein Amt als 1. Vorsitzender aus beruflichen Gründen nieder und Rita Maxheim übernahm das Amt, worin sie bis heute fungiert. Jochen Meinhardt stand uns als Sitzungspräsident nicht mehr zur Verfügung, blieb aber bis zu seinem „Umzug“ nach Butzbach weiterhin im Vorstand. Seit 1995 ist Rita Maxheim auch die Sitzungspräsidentin. Obwohl erst 2 Jahre seit der Gründung vergangen, war das Grillfest bereits ein fester Bestandteil im Eicher Veranstaltungsgeschehen. Beim Fest 1995 stand ein ganz besonderer Programmpunkt auf dem Plan. Am Sonntag fand eine Fahnenweihe statt, bei der die neue Fahne des Vereins offiziell enthüllt wurde. Die Segnung wurde von Pfarrer Otto Löber vorgenommen. Und es war für unseren befreundeten Verein „Die Spinner“ aus Frankfurt keine Frage, dass sie uns darin unterstützten. Die Patenschaft der Fahne übernahm Anja Heinzmann. Im November 1995 wurde eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen, bei der eine Satzungsänderung vorgenommen wurde. Denn wir gründeten eine Tanzsportabteilung. Als Abteilungsleiterin wurde Gudrun Schmitt gewählt. Auch traten wir dem „Bund Deutscher Karneval“ und dem „Hessischen Sportbund“ bei.
1996
Die Kampagne 1995/96 fing mit der Eröffnungssitzung im November sehr erfolgreich an. Wir hatten ein ausverkauftes Haus und als Überraschungsgäste kamen Karl Örtl und Corinna Orth und rissen mit ihren Darbietungen das Publikum zu Beifallsstürmen hin. Um Nachwuchs brauchten und brauchen wir uns keine Sorgen zu machen, denn die Nachfrage für Tanzmädchen war und ist außerordentlich groß. Beim erstmalig veranstalteten Familienfasching in 1996 der Schnooke bewiesen die kleinen Stars, dass sie von den großen Narren schon eine Menge gelernt hatten. Das Programm wurde nur von Kindern gestaltet und so setzt sich das bis heute fort. Einmalig war der Lumpenball mit anschließender Fassenachtsbeerdigung im Saalbau Schmid. Der Hessentag 1996 fand in Gelnhausen statt und da war es natürlich keine Frage, dass wir daran teilnehmen. Es wurde ein Bus gechartert und los ging’s. Wir ernteten mit unserem Prinzenpaar und den Garden sehr viel Applaus auf dem Festzug. Anschließend waren die Kinder natürlich sehr erschöpft, aber am Abend konnte man sich dann im Fernsehen bewundern. Anlässlich 160 Jahre Eichen fand im alten Ortskern ein Dorffest statt. Auch die Schnooke waren dort mit einem Stand vertreten. Das traditionelle Grillfest im Sommer 1996 wurde zum Kartoffelfest und fand auch nicht mehr an der Alten Kläranlage, sondern im Saalbau statt. Es gab vielfältige Gerichte rund um die Kartoffel. Und am Samstagabend wurde unter der Spielleitung von Ortsvorsteher Oswald Schmitt die erste Aascher Kartoffelkönigin ermittelt. Gegen 22 Uhr konnte dann Michaela Habermann die Insignien entgegennehmen. Die Kultur im Namen der Schnooke durfte auch nicht zu kurz kommen. Man war und ist bestrebt, das alte Brauchtum zu pflegen. Daher gründete sich eine Mundartgruppe und die hatte nun im September 1996 ihren ersten Auftritt. 15 Männer und Frauen, allesamt „Original-Eicher“ präsentierten ein 3-Stunden-Programm. Diese Mundartnachmittage bzw. -abende fanden bis 2007 in einem etwa 2-jährigen Turnus statt. Das Historische Theater Hanau gab ein Gastspiel „Schweig Bub“, bei dem Schnooke-Mitglied Norbert Störkel dafür sorgte, dass die Schnooke die Organisation bei der Veranstaltung übernahmen. Um unseren Verein der Eicher Bevölkerung noch ein bisschen näher zu bringen, entwarfen wir die Broschüre „Ein Verein stellt sich vor“. Dieses mehrseitige Heft erhielt kurz vor Weihnachten 1996 jeder Haushalt in Eichen und da es von der Bevölkerung überaus erfolgreich angenommen wurde, wurde das bis heute fortgesetzt. Allerdings erscheint es mittlerweile jeweils zum Kampagnenbeginn im November.
1997 hatte der Verein bereits über 200 Mitglieder und in diesem Jahr wurde die Satzung erneut angepasst. Zum ersten Mal gab es ein Helferabend für alle Aktive. Dieser fand im damaligen Vereinslokal, der Gaststätte Schmid in Eichen, statt. Traditionell wurde dieser Helferabend jährlich fortgeführt, allerdings wechselte man in die Prinzenscheune, Obergasse 7 in Eichen. Der Vorstand beschloss, für die Prunksitzungen keine Freikarten mehr an Ehrengäste und Prominente zu vergeben. Stattdessen wurden diese gebeten, den Eintrittspreis auf ein Spendenkonto zu überweisen. Der Aufforderung wurde bereitwillig nachgekommen und wir ließen den Erlös dem ASB zukommen. Im Jahr darauf einigte man sich darauf, den „Club 73“ zu unterstützen und 1999 beschloss der Verein die Patenschaft für ein Kind aus der Dritten Welt zu übernehmen. Die Rudolf Walther Stiftung war uns da sehr behilflich. Das Patenkind der Aascher Schnooke hieß Ingrid Yohana Vargas Canahui, ist 1986 geboren und kam aus Guatemala. Als sie 18 Jahre alt war, wurde die Patenschaft beendet.
1998
Der Vorstand ist immer an Neuerungen interessiert. So beschloss man 1998 am Rosenmontag ein Männerballett-Tanzturnier zu veranstalten. Es kamen 9 Männerballette aus der näheren Umgebung mit ihren vielen ausgelassenen Schlachtenbummlern. Es wurde bis in die frühen Morgenstunden gefeiert. Diese Veranstaltung ist bis heute ein echtes Highlight der Kampagne. Nie wurde dafür irgendwelche Werbung betrieben. Die Bestellung der Zuschauerkarten für Eichen findet im Dezember bei Petra Wiesner statt. Wie man so schön sagt, die Karten gibt’s nur auf dem schwarzen Markt. Von 1998 bis 2004 moderierte dieses Turnier Michael Göllner, der dann leider aus beruflichen Gründen nicht mehr zur Verfügung stand. Das traditionelle Kartoffelfest im September wurde, bedingt durch die Saalrenovierung, in die Prinzenscheune in der Obergasse verlegt und bis 2008 beibehalten.
1999 stand der 2-Tageausflug nach Gehren anlässlich des Partnerschaftsfestes der Städte Gehren und Nidderau auf dem Programm. Mit einem vollbesetzten Bus ging es in Richtung neue Bundesländer. Dies war vor allen Dingen für die Jüngeren eine ganz neue Erfahrung.
2000 Im Jahre 2000 waren alle Kinder und Jugendliche zu einer Jugend-Vollversammlung eingeladen. Dort wurde die Kinder- und Jugendordnung vorgestellt und von den Anwesenden genehmigt. Als erste Jugendvertreter/innen wurden Kerstin Formhals, Manuela Wiesen und Sabrina Schmitt gewählt. Auch Sybille Weidmann wurde von der Versammlung in ihrem Amt als Jugendwartin bestätigt.
2001
In der Jahreshauptversammlung wurde von den Anwesenden der Beschluss gefasst, anlässlich des 11-jährigen Vereinsbestehens ein Fest zu feiern. Trotz konträrer Meinung über die Größe des Festes rang man sich zu dem Motto durch: "Wenn schon, dann ein richtig großes Fest!" Seit 2001 werden die Tollitäten jährlich zum Empfang nach Wiesbaden zum Hessischen Ministerpräsidenten eingeladen. Traditionell wird das auch von unseren Prinzenpaaren gerne angenommen. Zeitgemäß wurde in diesem Jahr eine Vereinshomepage des Vereins eingerichtet.
2002 nahmen wir dann ein Kindershowtanzturnier in unser Programm auf, das ebenfalls ein großer Erfolg war und ist. Für unsere Eröffnungssitzungen ließen wir uns bis 2002 jedes Jahr etwas Besonderes einfallen. So ist es uns gelungen, die Kinziggeister, Margit Sponheimer, die Bembelsänger, Tina York, Peter Petrel, um nur einige zu nennen, nach Eichen zu holen, die mit ihrem Auftritt unser Publikum begeisterten. 2002 stand diese Sitzung ganz unter dem Motto "Italien". So waren die Tänze, die Büttenreden, der Gesang und selbst das Essen ganz auf Bella Italia abgestimmt. Seit Gründung des Vereins ist es eine Selbstverständlichkeit für uns, den Kindermaskenball an Faschingsdienstag zu erhalten. Wir haben uns einiges einfallen lassen, um diesen Mittag wieder attraktiver zu gestalten und die steigenden Besucherzahlen gaben und geben uns Recht. In diesem Jahr ging der Vereinsausflug nach Hamburg dank unseres Sponsors Friedhelm Schmidt. Es war für uns keine Frage, die Kirche bei ihrem Umbau zu unterstützen. So wurde unser Mundartnachmittag 2003 eine Benefizveranstaltung für die Kirche und es kam ein ansehnlicher Betrag zusammen.
2003
Die Vorbereitungen für das Jubiläumsfest liefen auf Hochtouren. Viele Sponsoren unterstützten uns dabei, allen voran Friedhelm Schmidt, der leider im Jahre 2003, wenige Monate nach unserem Ausflug zur Karnevalsmesse nach Köln, verstorben ist. Anstatt einer Eröffnungssitzung fand am Samstag nach dem 11.11. unsere akademische Feier anlässlich unseres 10 bzw. 11-jährigen Vereinsjubiläums statt. Der Moderator Bernd Reuter (MdB) begrüßte hübsch adrett gekleidete Festdamen; dies waren aktive Jugendliche aus dem Verein. Viele Festredner und zahlreiche Ehrengäste und befreundete Vereine folgten der Einladung. Die Laudatio hielt der Karnevalist und Dirigent des Männergesangvereins Concordia Eichen, Hubert Reuter. Für den musikalischen Rahmen sorgten u.a. die Bembelsänger aus Nieder-Weisel mit ihrem a-capella Gesang. Zeitgleich wurde auch ein sehr umfangreiches Festbuch veröffentlicht.
2004
Im Jubiläumsjahr gab es ein Erwachsenen- und ein Kinderprinzenpaar der Aascher Schnooke. Am 23. Mai wurde ein ökumenischer Gottesdienst im Saalbau Schmid abgehalten, bei dem der „Schnooke-Chor“ ins Leben gerufen wurde. Im Juni wurden dann die Festtage mit einem tollen Programm in einem großen Festzelt hinter der Turnhalle abgehalten. Freitagabend war Party-Time mit den „Rodgau Monotones“ und der „Herrlichen Bockband“ angesagt. Der Samstag stand ganz im Zeichen der Vereine, der von Manfred Reuter moderiert wurde. Bei freiem Eintritt gab es einen bunten Abend, an dem mehr als 20 Vereine ein abwechslungsreiches und abendfüllendes Programm boten. Pünktlich um 11:11 Uhr am Sonntag startete der Festzug mit 53 Zugnummern durch Eichens Straßen, Aufstellung war Richtung Ostheim und Ende war am Festplatz. Der erste Comedyabend mit Bernd Stelter war ein weiteres Highlight, das um 20 Uhr im Zelt begann. Mit einem brillanten Höhenfeuerwerk um Mitternacht klang das Fest, was sicherlich noch bei vielen Menschen in guter Erinnerung bleibt, aus. Im September 2004 erschien zum ersten Mal die „Schnooke-Post“, ein Infoheft für alle Mitglieder. Diese Broschüre erscheint je nach Bedarf ca. 4 - 6 mal im Jahr. Noch in diesem Jahr gründeten die 3 Nidderauer Karnevalvereine, die Windecker Schlüsselrappler, die Erschter Noachteule und die Aascher Schnooke das Gremium „Drei unner aaner Kapp“. Gemeinsam richtet man ab 2004/2005 die Fassenachtseröffnung mit gemeinsamer Rathausstürmung um den 11.11. aus. In der Fassenachtszeit des neuen Jahres wird dann auch gemeinsam der Seniorenfasching der Stadt Nidderau durch „Drei unner aaner Kapp“ ausgeführt.
2005
Im Jahre 2005 bekamen wir von der Stadt Nidderau eine Anfrage, ob wir die Aufzeichnung der hr „Weiberfassenacht“ und „Männer an die Macht“ durchführen möchten. Das Programm, sowie die Technik, Beschallung und Moderation übernahm jedoch der hr. Trotzdem war das für den Verein eine Herausforderung, so ein großes Event für das Fernsehen anzunehmen. Es war für die Aascher Schnooke viel Arbeit, aber es hat sich finanziell und auch für die Präsenz des Vereines gelohnt. Nach Fasching wurde dann auch im Jahre 2005 die Theaterabteilung gegründet und im Herbst ein Theaterstück aufgeführt. Außerdem fand in diesem Jahr wieder eine Mundartveranstaltung, allerdings im Frühjahr, statt.
2006 kam der Hessische Rundfunk erneut zu uns nach Nidderau und wieder gab es eine Zusammenarbeit mit der Stadt, diesmal allerdings nur für die hr „Weiberfastnacht“. Als Highlight konnten wir am 01.04.2006 ein weiteres Mal den Comedian Bernd Stelter, diesmal in der ausverkauften Kultur- u. Sporthalle in Heldenbergen verpflichten. Durch einen tragischen Verkehrsunfall verloren wir unser aktives Mitglied Peter Wern. Im Herbst gab es einen Vereinsausflug nach Bamberg. In diesem Jahr wurde eine Kindertheatergruppe gegründet; diese führte dann im Saalbau Schmid bei einem Kindertheaternachmittag ihr Stück auf. Für die Theaterabteilung gibt es seit 2006 auch eine eigene Homepage. „Aller guten Dinge sind drei“ und so kam es, dass wir noch ein 3. Mal mit dem Hessischen Rundfunk und der Stadt zusammen arbeiteten und in
2007 die hr „Weiberfastnacht“ durchführten. Das 10. Männerballett-Tanzturnier fand erstmals in der KuS Halle in Heldenbergen statt, da die Kapazitäten im Saalbau Schmid in Eichen erschöpft waren. Der Verein ging das Risiko mit dem räumlichen Wechsel ein und es hat sich gelohnt. Dieser Event am Rosenmontag ist weiterhin sehr beliebt, der Moderator von 2005-2008 war Boris Rudolph, danach übernahm dies Hussin El Moussaoui. Da der Verein ja jedes Jahr für einen guten Zweck die Eintrittsgelder der Ehrengäste spendet, beschloss man, ab sofort jährlich die Kinderkrebshilfe Frankfurt zu unterstützen. Im Frühjahr fand der 6. und auch letzte Mundartabend statt. Der Vorstand plante für den Sommer dieses Jahres erstmals anstatt einem Kartoffelfest ein Erdbeer- und Spargelfest durchzuführen. Diese traditionellen Grillfeste sollten dann jährlich im Wechsel stattfinden, was aber nur bis 2009 umgesetzt wurde. In 2007 wurde unseren Vorstandsmitgliedern erstmals die Ehrenamtscard verliehen. In diesem Jahr gab es auch zweimal eine Infobroschüre von der Kinder- u. Jugendabteilung an alle jungen Mitglieder des Vereins.
In 2008 gab es nach der guten Resonanz nochmals ein Erdbeer- und Spargelfest. Da die Kampagne in 2008 sehr kurz war, fand nur eine Prunksitzung statt und bei dieser platzte der Saal aus allen Nähten. Nach vielen gesammelten Erfahrungen der zurückliegenden Jahre wurde auf Anraten die Vereinssatzung überarbeitet. Der Neufassung der Satzung wurde von den Mitgliedern in 2008 statt gegeben. Erstmals bot die Stadt Nidderau als Informationsplattform die 1. Nidderauer Vereinsmesse an. Hier waren wir auch mehr als präsent mit Auftritten unserer Tanzgruppen und mit einem Essens- und Getränkestand.
2009
Eine neue Idee hatte der Vorstand für 2009: hier konnte das „kikeriki Theater“ aus Darmstadt verpflichtet werden. Gleich zwei ausverkaufte Veranstaltungen in der KuS Halle haben bewiesen, wie interessant ein Puppentheater für Erwachsene sein kann. Bernd Stelter begeisterte mit seinem Comedyprogramm zum 3. Mal die Besucher in Nidderau. In diesem Jahr fand der Hessentag im benachbarten Langenselbold statt, wir waren mit einer Fußgruppe präsent. Im Spätsommer bekam die ehem. „Große Garde“ enormen Zuwachs, die Gruppe zählte nun 23 aktive Tänzerinnen und Tänzer. Dadurch hat die Tanzsport-abteilung zu dieser Zeit 4 Tanzpaare und insgesamt auch 5 Solotänzerinnen. Erstmals steht auch der sportliche Erfolg im Vordergrund und es wird mit Begeisterung bei Verbandsturnieren getanzt. Die Gruppe „Moskitos“ hat in der Hauptklasse beim „Gardetanz mit Hebefiguren“ sowie auch die Tanzpaare und Solistinnen mit tollen Leistungen geglänzt. Erstmals haben 3 Jugendliche an einer Trainerausbildung im Tanzsportbereich teilgenommen und mit Erfolg abgeschlossen. In diesem Jahr ging der Ausflug nach Frankfurt und der Ebbelwoi-Express fand großen Zuspruch. Die Kindertheatergruppe „Wullegänschen“ spielte zweimal „Der Wolf und die 7 Geißlein“. Die Erwachsenengruppe pausierte in diesem Jahr. In diesem Jahr konnte man einen großen Mitgliederzuwachs verzeichnen und im Dezember wurde das 333. Mitglied begrüßt.
2010
Mit beachtlichen Ergebnissen bei den Ranglistenturnieren in der Saison 2009/2010 hat sich die Gardetanzsportgruppe „Moskitos“ in der Hauptklasse sowie das Tanzpaar Madeleine Vincon und Dominik Fedtke in der Jugendklasse erstmalig seit Vereinsbestehen für die Teilnahme zur Deutschen Meisterschaft und zur Europameisterschaft am 02.05.2010 nach Linz/Österreich qualifiziert. Das Tanzpaar errang bei der DM Platz 3 und bei der EM Platz 4. Die Moskitos konnten sich jeweils auf dem Treppchen mit Bronze erfreuen. Die Fahrt nach Linz galt auch gleichzeitig als Vereinsausflug. Comedy gab es auch gleich zu Beginn des Jahres, mit Begge Peter, Olga Orange und dem Pizzabäcker Ciro Visone gab es einen 1. Hessischen karnevalistischen Comedyabend. Bei der 2. Vereinsmesse waren wir mit einem Speise- und Getränkestand sowie einigen Programmpunkten vertreten. Mit einigen Programmpunkten waren wir auch bei der Dorfplatzeinweihung im Juni vertreten. Eichen wurde im hr Fernsehen als „dolles Dorf“ gezogen. Auch wir waren bei den Dreharbeiten dabei. Erstmals waren wir beim Umzug des Steinfurther Rosenfestes, sowie beim Büdesheimer Laternenfest mit dem Prinzenpaar und einer Fußgruppe dabei. Die Theatergruppe „Aascher Wullegäns spielte zweimal das Stück „Dem Himmel sei Dank“ bei ausverkauftem Haus in Eichen. Eine Zusatz-Benefizveranstaltung gab es noch in Roßdorf beim Förderverein. Die Kindertheatergruppe unter neuer Leitung von Alena Löber spielte zweimal das Stück „Träume“. Zur Rathausstürmung „Drei unner aaner Kapp“ ging es in diesem Jahr bei strömendem Regen zum Marktplatz nach Windecken. Es gab im Anschluß keine gemeinsame Fassenachtseröffnung. „Die Aascher Schnooke“ veranstalteten zur Beginn der 5. Jahreszeit ein karnevalistisches Schlachtessen mit anschl. kleinen Rahmenprogramm. Dabei fand die Proklamation des neuen Prinzenpaares statt. Dies soll jährlich wiederholt werden. Tradition geworden ist seit einigen Jahren der Kostümverkauf während des Kartenvorverkaufs für die Sitzungen. Hier kann man für kleines Geld Kostüme aus unserem Fundus erwerben.
Ab 2011wird das traditionelle Männerballett-Tanzturnier von Torsten Hölzer moderiert. In diesem Jahr gibt es erstmals ein Freundschaftsturnier für Erwachsene. Dies wird traditionsgemäß immer am Samstagabend nach Fasching fortgeführt, ebenso wie tagsüber das Tanzturnier für Kinder und Jugendliche. Die Gardetanzsportgruppe „Moskitos“ qualifizierte sich wieder im „Gardetanz mit Hebefiguren“ für die Deutsche (Platz 3) und die Europameisterschaft. Sie wurden in 2011 Vize-Europameister. Dafür wurde den Beteiligten an der Sportlerehrung der Stadt gedankt. Danach erfolgte ein Trainerwechsel, Andreas Wollf-von Gerlach gab sein Zepter ab an Stephanie Bauer. Wir nehmen Abschied von unserer Vorstandskollegin Siggi Wörner und unserem Mitglied Herbert Heinzmann. Unser Dorf feierte 975 Jahre Eichen. Wir waren mit Programmpunkten, Beteiligung am Festumzug sowie mit einem Essens- und Getränkestand dabei. Für Trainer- und Betreuerinnen sowie Gruppenleiterinnen wurde ein Ersthelferlehrgang angeboten. In diesem Jahr wurde eine Showtanzgruppe für Jungs im Grundschulalter sowie 2 Kindertanzgruppen im Kindergartenalter gegründet. Beim Einweihen der neuen Landebahn am Frankfurter Flughafen waren wir mit 2 Tanzgruppen vertreten. Im zweiten Jahr gibt es das Projekt der „Weihnachtsrevue“. Seit Jahren findet einmal jährlich auch speziell für Kinder und Jugendliche im Alter bis zu 14 Jahren ein Ausflug statt, dies soll ein kleines Dankeschön vom Verein sein und natürlich auch die Geselligkeit bei den Schnooken fördern. Dies waren Besuche bei den Märchenfestspielen, im Kino, im Schwimmbad, um nur Einige zu nennen. Auch die jährliche Adventfeier ist ein Dankeschön an alle aktiven Kinder und Jugendlichen unter 14 Jahren. Seit 2010 gibt es auch für die Älteren „Ü14“ als Zeichen des Dankes eine Christmas-Party zum Jahresabschluß. Bis heute hat sich die Fastnacht der "Schnooke" erhalten und die Mitglieder können zufrieden und auch mit Stolz auf eine 19-jährige Tradition zurückblicken. Das Bild der Schnooke-Fastnacht hat sich in den zurückliegenden 19 Jahren natürlich verändert. Man denke nur an diverse Bühnenaufbauten, die veränderten Räumlichkeiten, die aufwendigeren Maßnahmen für Beleuchtung und Beschallung. Die Ansprüche sind, nicht zuletzt durch die Medien, gestiegen. Trotzdem kann ein Fernsehgerät, speziell eine Fastnachtssitzung im Fernsehen eine vor Ort erlebte Sitzung nicht ersetzen. Solange diese Erkenntnis nicht in Vergessenheit gerät, wird es Menschen geben, die „sich zum Narren machen“, damit ein solcher Abend stattfinden kann. Diese Narren werden dann auch in Zukunft singen, tanzen, proben, malen, bauen, dekorieren, schneidern, und reimen. Fester Bestandteil ist mittlerweile auch die Tanzsportabteilung geworden. Vielen Aktiven wird hier die Möglichkeit gegeben durch Bewegung und Sport eine Freizeitmöglichkeit mit viel Spaß und Fun bis hin zur Talentförderung als erfolgreichen Leistungsport zu erzielen. Der Verein, der sehr viel Kinder- und Jugendarbeit betreibt, setzt sich zum Ziel, mit erfahrenen Trainern und motivierten Kindern ab 4 Jahren spielerisch mit Bewegung zur Musik in einer Übungsstunde pro Woche einen Tanz für Fasching einzustudieren. Hier haben viele junge Mitglieder in der großen Schnooke-Familie ein zweites Zuhause gefunden. Zur Zeit verfügt der Verein über eine Jugend- und eine Erwachsenentheatergruppe, 14 Büttenredner und –rednerinnen in versch. Altersgruppen, 15 Kinder-, Jugend- und Erwachsenentanzgruppen jeden Alters. Davon sind es 3 im Gardetanzsport und 12 im Showtanzsport. Außerdem gehören den „Aascher Schnooke“ im Moment 2 Tanzpaare und 10 Solotänzerinnen an. Die Abteilung Theater ist inzwischen auch ein weiterer fester Bestandteil im Verein. Die „Aascher Wullegäns“ bieten bei ihren Vorstellungen recht viel Unterhaltung für ein interessiertes Publikum. Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene haben hier die Möglichkeit mal den Alltag zu vergessen und in eine andere Rolle zu schlüpfen. Das Amateurtheater hält ein breites Spektrum an interessanter Betätigung bereit. Und dies nicht nur im Agieren beim Spielen, bei dem Sprache, Gedächtnis, Bewegung und mimisches Gestalten trainiert wird, sondern ebenso beim notwendigen Einsatz bei Bühnenbild und -technik, bei Spielführung oder Produktionsleitung. Der Einsatz ist ebenso wichtig bei Masken- oder Requisitenarbeit oder beim konzentrierten Soufflieren. Unerlässlich auch die vielen Helfer vor und hinter der Bühne. Hinzu kommen die Aufgaben der Öffentlichkeitsarbeit mit Presse, Werbung und Fotografie und Vorstandsarbeit. Das Ehrenamt hat in unserem Verein einen großen beachtlichen Stellenwert. Nicht vergessen wollen wir natürlich auch all unsere Sponsoren in den vergangenen Jahren bis heute - Ein herzliches Dankeschön.
Überarbeitet und vervollständigt von Rita Maxheim, Layout Dieter Langlitz 04/2012
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